Regionalliga wetten 2026: Die vierte Liga fehlt nicht zufällig im Programm
Wer heute eine Regionalliga-Partie im Programm eines deutschen Wettanbieters sucht, findet sie nicht. Nicht in der West-Staffel, nicht in Bayern, nicht in Nordost. Das ist kein Sortimentloch und auch kein Zeichen dafür, dass die vierte Liga zu uninteressant wäre. Es ist die Folge einer Erlaubnisregel: Die Fußball-Regionalliga ist die vierthöchste Spielklasse im deutschen Männerfußball und überwiegend von Amateuren besetzt — und der Glücksspielstaatsvertrag 2021 schließt Wetten auf genau solche Veranstaltungen aus. Ein Anbieter mit deutscher Erlaubnis darf sie deshalb nicht führen.

Datenstand: 30. Oktober 2026, abgeglichen mit der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder.
Warum Regionalliga-Wetten an der Amateurgrenze scheitern
Der GlüStV 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021, erlaubt Sportwetten auf feste Quoten — aber nur auf Veranstaltungen, an denen keine überwiegend am Amateursport Beteiligten teilnehmen. Fußball unterhalb der 3. Liga zählt der Aufsicht in ständiger Praxis als Amateurbereich. Die Regionalliga liegt damit vollständig unterhalb dieser Linie.

Das ist keine Grauzone, kein Auslegungsspielraum und auch kein Versehen, das eine andere Rechtsauffassung heilen könnte. Wer Wetten auf eine Regionalliga-Begegnung annimmt, hält sich nicht an sein Sportwettprogramm — den Katalog der Wettarten und Wettbewerbe, die die Behörde genehmigt hat. Was dort fehlt, darf ein Erlaubnisinhaber nicht anbieten. Die Regionalliga fehlt dort.
Die interessante Frage ist also nicht, welche Quote eine West- oder Bayern-Partie bringen würde. Sie ist, was auf einem Anbieter steht, der so etwas trotzdem führt.
Deutsche Erlaubnis ist ein Behördenbegriff, keine Lizenz aus dem Ausland
Der GlüStV unterscheidet scharf. Wer Sportwetten veranstaltet, wird „Anbieter“ oder „Veranstalter von Sportwetten“ genannt; das Wort „Lizenz“ kennt die Erlaubnisnorm nicht. Das ist keine Wortklauberei. Die Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 in Verbindung mit § 27f Abs. 1 GlüStV erteilt die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale) — bundesweit, und sie veröffentlicht sie. Eine Curaçao-, Anjouan- oder Malta-Genehmigung hat für die Erlaubnisfrage in Deutschland keine Bedeutung.

§ 9 Abs. 8 GlüStV verpflichtet die Behörde zu einer Übersicht der erlaubten Glücksspielanbieter, der Whitelist. Sie ist der einzige belastbare Test. Was eine Anbieterseite unter „Seriosität“ oder „Sicherheit“ schreibt, ist Werbung; der Eintrag in einem Behördenverzeichnis ist etwas anderes.
Im Stand vom 2. Oktober 2026 führt die Whitelist 30 Einträge: 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis, darunter zwei zusätzlich mit Pferdewetten, sowie drei Inhaber mit rein erlaubter Pferdewette. Jede gelistete Domain ist eine .de-Domain. Daraus folgt nichts. Eine .de-Domain ist eine Endung, kein Nachweis. Der Nachweis ist der Eintrag — mit Betreibergesellschaft, Domain und Erteilungsdatum.
Die erste Erlaubnis läuft fünf Jahre, § 4c Abs. 1 GlüStV. Die Whitelist führt ausschließlich Erteilungsdaten und kein Enddatum. Wer dort ein Ablaufdatum sucht, hat nichts übersehen: Es gibt keines.
Eine zweite Unterscheidung kostet Leser regelmäßig Geld. Nur die Domain, die unter der Sportwetten-Erlaubnis steht, nimmt Sportwetten an. Virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casino sind eigene Erlaubnisse mit eigenen Regeln. Ein Haus mit Casino-Erlaubnis darf auf seiner Sportdomain deshalb weder Poker noch Slots betreiben — und umgekehrt sagt eine Sportwetten-Erlaubnis nichts über das Casinoangebot. Die Behörde hat getrennt, weil die Risiken getrennt sind.
Das Sportwettprogramm regelt mehr als nur die Liga
§ 21 GlüStV zieht den Rahmen. Erlaubt sind feste Quoten auf den Ausgang einer Veranstaltung, auf einen Abschnitt und auf Vorfälle innerhalb der Veranstaltung, als Einzel- oder Kombinationswette, und nur in Wettarten, die im Sportwettprogramm stehen.
Live ist enger gefasst als es die Anbieterseiten vermuten lassen. Während einer laufenden Veranstaltung darf nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente gesetzt werden — und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächstes Tor im Fußball: erlaubt. Nächster Satz im Tennis: erlaubt. Nächster Punkt im Tennis, nächster Korb im Basketball: nicht erlaubt. Ein Anbieter, der Ihnen während eines Fußballspiels einen Markt auf das nächste Tor innerhalb eines Drei-Minuten-Fensters anbietet, hat eine Grenze überschritten — und diese Grenze ist gesetzlich, nicht geschmacklich.
Gesperrt sind zudem Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße samt ihrer Sanktionierung. Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind unzulässig. E-Sport ist nicht als Sport anerkannt; die Behörde stellt klar, dass Wetten darauf nicht möglich sind — ein legales deutsches E-Sport-Wettangebot existiert nicht. Zum virtuellen Sport ist nichts geklärt, dazu gehört hier nichts hin.
Zu Cash Out ein Satz, weil die Funktion in fast jedem Programm auftaucht: Eine gesetzliche oder aufsichtsrechtliche Regel dafür war nicht auffindbar. Cash Out ist damit kein reguliertes Produkt, sondern ein Feature zu den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Die Beurteilung wandert dorthin zurück, wo sie hingehört — an die Seite, die es verkauft.
Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung ausgezahlt. Eine gesetzliche Obergrenze für den Einsatz pro Wette gibt es im Sportwettenbereich nicht.
Was ein Anbieter ohne Erlaubnis an dieser Stelle riskiert
Er riskiert mehr, als die Seite vermuten lässt. Wer in Deutschland ohne Erlaubnis Sportwetten anbietet, betreibt unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Die Behörde warnt die Öffentlichkeit ausdrücklich vor solchen Angeboten; im September 2026 nannte sie in diesem Zusammenhang ein Haus namentlich.
Der Anreiz liegt für den Veranstalter nicht im Fußball, sondern im Sortiment. Wer keine deutsche Erlaubnis hat, muss sich an kein Sportwettprogramm halten. Er kann die vierte Liga führen, den nächsten Korb bewerben und Ereignisse anbieten, die nach deutschem Recht gesperrt sind. Deshalb schimmert auf solchen Seiten ein Spielplan, den ein erlaubter Anbieter nicht zeigen darf.
Die Aufsicht antwortet nicht nur mit Verboten. Sie kann Werbung, Zahlungsströme und Netzwerkzugänge sperren lassen. Das erklärt, warum viele dieser Seiten wie Wanderzelte wirken: Sie erscheinen, nehmen Einzahlungen und verschwinden, wenn die Domain auffällt.
Strafrechtlich stehen zwei Normen im Raum. Das Veranstalten nach § 284 StGB ist mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bewehrt, die Werbung dafür mit bis zu einem Jahr. Die Teilnahme nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Verfolgungen einzelner Spieler sind nicht belegt — weder ein Freibrief noch ein Drama. In einer Strafsache wegen der Teilnahme an einer Wette ist noch niemand reich geworden, aber auch niemand ins Gefängnis gekommen, soweit ersichtlich.
Zivilrechtlich wird es interessanter. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht (Az. I ZR 90/23). Der Kläger verlangt von einem maltesischen Anbieter mehr als 3.700 € zurück — Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018. Generalanwalt Nicholas Emiliou hielt es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten, mit einer Ausnahme: wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Ein Urteil ist das nicht. Wer auf Rückzahlung hofft, wettet auf ein Verfahren, nicht auf eine Regel.
Was das dem Leser wirklich kostet
Der Vergleich lässt sich nicht schönreden: Öffentlich gerechnet und immer noch teuer. In Deutschland stehen zwei Pakete zur Wahl.
Auf der einen Seite der erlaubte Anbieter: Rechtssicherheit, geprüfte Spielerschutzmechanismen, deutsche Ansprechpartner bei Streit, insolvenzgeschützt geführte Spielerkonten, klare Grenzen. Dafür gibt es keine Regionalliga — und es gibt nicht jede Livewette, die anderswo zu sehen ist.
Auf der anderen Seite das Angebot ohne Erlaubnis: vierte Liga, exotische Märkte, womöglich höhere Limits. Dafür gibt es keinen Zugang zu OASIS, keine Anbindung an die LUGAS-Limitdatei, keine deutsche Aufsicht, keinen deutschen Rechtsweg und keine Kontrolle darüber, ob ein Guthaben eine Insolvenz übersteht. Das sind nicht Nebenkosten. Das ist der Preis des Sortiments.
Was der Spielerschutz bei erlaubten Anbietern leistet
Die Sperrdatei heißt OASIS. Sie ist bundesweit, wird bei der Registrierung und bei jedem Login abgefragt und umfasst Selbst- wie Fremdsperren. Wer sich ohne Zeitangabe sperren lässt, ist mindestens ein Jahr gesperrt; nennt er einen Zeitraum, mindestens drei Monate. Dazu kommt der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV — ein sofortiger 24-Stunden-Block. Für jemanden, der gerade merkt, dass er weitergespielt hat, als er wollte, ist das die wichtigste Taste auf der Seite.
Und genau diese Infrastruktur fehlt dort, wo die Erlaubnis fehlt. Ein Offshore-Anbieter ist weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen. Eine Selbstsperre, die bei einem erlaubten Anbieter gesetzt wurde, wirkt bei ihm nicht. Schutz ist in dieser Frage kein Service-Level, sondern eine Frage der Anbindung.
Die Einzahlgrenze ist der Punkt, an dem der Unterschied Geld wird
§ 6c Abs. 1 GlüStV setzt eine Einzahlgrenze von 1.000 € pro Kalendermonat — über alle Anbieter hinweg, nicht pro Konto. Durchgesetzt wird sie über die LUGAS-Limitdatei, in die jeder erlaubte Anbieter einspielt.
Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, darf für einen einzelnen Spieler eine höhere Grenze eintragen: bis zu 10.000 €, und zwischen 10.000 € und 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler. Beides nur auf nachweisbare wirtschaftliche Leistungsfähigkeit; eine Selbstauskunft reicht nicht. Absenken greift sofort, Anheben erst nach sieben Tagen.
Damit kippt der Werbesatz, mit dem für Offshore-Angebote geworben wird. Ein höheres Einzahlvolumen ist dort kein Zeichen eines besseren Angebots, sondern das Fehlen einer Schutzgrenze — und diese Grenze ist für viele Spieler der einzige harte Stopp im Monat. Wer prüfen will, wie es um den eigenen Schutz steht, prüft zuerst, ob das Konto durch die Limitdatei läuft.
Die Regeln für das eigene Konto und die Zahlung
Wer legal wettet, tut es mit einem Konto und einer Identität. Vollständige Verifizierung nach § 6a GlüStV; vor Abschluss der Prüfung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spiel erlauben, mit einer Einzahlgrenze von 100 € und ohne Auszahlungen. Ein zweites Konto beim selben Anbieter ist nicht vorgesehen. Paralleles Spielen ist nach § 6h GlüStV untersagt und wird über die Aktivitätsdatei überwacht.
Das Konto muss auf eine Zahlungsverbindung laufen, die auf denselben Namen lautet, bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut. Anonyme Zahlungsmittel sind nicht erlaubt. Das ist der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem erlaubten deutschen Sportwettenmarkt heraushält. Wer auf einer Seite eine Krypto-Einzahlung angeboten bekommt, hat damit bereits einen Hinweis auf den Erlaubnisstatus — nicht auf einen Fortschritt.
Spielerkonten liegen auf einem treuhänderisch geführten Konto und sind bei einer Insolvenz des Anbieters geschützt. Wird ein Konto geschlossen, ist das Restguthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren auszuzahlen.
Die Sportwettensteuer sitzt im Preis, nicht auf der Rechnung
Die Sportwettensteuer steht in §§ 16 bis 25 RennwLottG. Sie beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz, den der Spieler entrichtet, abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18) — das sind rund 5,03 % des tatsächlich eingezahlten Betrags. Steuerschuldner ist der Veranstalter, nicht der Spieler (§ 19).
Und das ist der Punkt, an dem die Lektüre von Quotenseiten entscheidend wird. Ob und wie ein Anbieter die Steuer weitergibt, ist seine eigene Entscheidung. Die Steuer trifft auch Anbieter ohne deutsche Erlaubnis; gezahlte Sportwettensteuer ist deshalb kein Beweis für eine Erlaubnis. „5,3 % vom Einsatz“ wird deshalb nirgends zur richtigen Zeile: Es ist die Steuer auf eine Bemessungsgrundlage, nicht auf den Einsatz.
Es gibt mindestens einen Anbieter, der mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ wirbt. Die Aussage stützt sich auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen (Fußball, Tennis, Handball) vom 01.04.2025 bis 30.08.2025, wonach dieser Anbieter bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Rechnen Sie das nach: Eine Quote ist Teil eines Marktes, und der Markt hat einen Rand. Eine Aussage über die Höhe einer Quote ist keine Aussage über den Auszahlungsschlüssel — und die Steuer des Veranstalters sitzt in jedem Preis, den Sie sehen.
Werbung, Bonus und die Grenze der Werbung
Werbung für Sportwetten dürfen nach § 5 Abs. 7 GlüStV nur Erlaubnisinhaber betreiben. Ein Anbieter ohne Erlaubnis darf also nicht werben; tut er es doch, ist es Werbung für unerlaubtes Glücksspiel.
Das 06:00- bis 21:00-Uhr-Werbeverbot nach § 5 Abs. 3 Satz 1 trifft Slot-, Online-Poker- und Online-Casinospiele, nicht die Sportwette. Für Sportwetten gelten andere Grenzen: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während dessen Live-Übertragung im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Offiziellen, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3 und 6).
Und für die Erwartungshaltung der wichtigste Satz: Der GlüStV enthält keine Vorschrift, die einen Sportwettenbonus festsetzt oder begrenzt. Höhe, Umsatzbedingungen und Mindestquoten ergeben sich ausschließlich aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. „Staatlich reguliert“ heißt in dieser Frage nicht, dass jemand einen Willkommensbonus durchgerechnet hat. Die Rechnung bleibt beim Leser.
Wettarten, Quoten und die Zahl hinter der Quote
Sieger, Handicap, Torwetten, Kombiwetten — das Vokabular kennt jeder aus der Bundesliga, und genau dort bleibt es. Für die Regionalliga sind diese Wettarten bei erlaubten Anbietern nicht vorgesehen, weil das Sportwettprogramm sie nicht enthält und die Amateurgrenze greift.
Ein Anbieter, der mit „besonders vielen Märkten“ wirbt, ist deshalb kein Anbieter mit dem besseren Programm. Er ist ein Anbieter außerhalb des Programms.
Der Auszahlungsschlüssel: die eine Zahl, die jede Quote relativiert
Die Beträge, die ein Markt über alle Einsätze zurückzahlt, und der Anteil, den der Veranstalter behält, sind zwei Zahlen desselben Gegenstands. Der Auszahlungsschlüssel ist die Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes — eins durch Quote eins bis eins durch Quote n. Die Marge ist 100 % minus Auszahlungsschlüssel.
Ein illustratives Beispiel, kein abgelesener Preis: ein 1X2-Markt mit den Quoten 2,10 / 3,40 / 3,60. Die Kehrwerte sind 1 ÷ 2,10, 1 ÷ 3,40 und 1 ÷ 3,60; ihre Summe liegt bei rund 1,048. Der Auszahlungsschlüssel beträgt damit etwa 95,4 %, die Marge etwa 4,6 %. Wer 100 € über die drei Ausgänge verteilt einsetzt, bekommt unter dieser Annahme statistisch rund 95,40 € zurück. Das ist eine Durchschnittsbetrachtung über viele Wetten, keine Zusage für einen einzelnen Wettschein.
Damit steht die Zahl neben jeder Quote, die diese Seite nennt. Der Rand ist kein Aufschlag am Ende des Wettscheins, sondern die Summe dreier Verhältnisse, bevor irgendjemand gesetzt hat. Und er ist die Erklärung dafür, warum „die besten Quoten“ eine Aussage über einen Platz in einem Vergleich ist, nicht über den Markt als Ganzes.
Ein variables Detail sei ausdrücklich betont: Diese Marge gehört zu den Quoten 2,10 / 3,40 / 3,60. Sie ist keine Aussage über einen anderen Markt, eine andere Liga oder eine andere Zeit. Quoten ändern sich schneller als alles andere auf einer Wettseite.
Warum die höchste Einzelquote nicht die höchste Auszahlung bedeutet
Ein Anbieter mit der Spitzenquote in einem Markt ist nicht automatisch der mit dem besten Angebot, weil ein Markt aus mehreren Quoten besteht und der Rand immer das Ganze betrifft. Eine einzelne Spitzenquote zwischen schwachen anderen Preisen kann teurer sein als eine Zweitquote in einem ausgeglichenen Markt.
Für die vierte Liga ist diese Überlegung ohnehin theoretisch. Es gibt kein Angebot, dessen Rand man vergleichen könnte. Was bleibt, ist der Vergleich des Erlaubnisstatus — und der ist bei Diskussionen über Quoten häufig der uninteressanteste und immer der entscheidende Punkt.
Sportlicher Kontext: fünf Staffeln, ein Aufstiegsplayoff
Die Regionalliga besteht aus fünf Staffeln: Nord, Nordost, West, Südwest und Bayern. In jeder Staffel spielen 18 bis 20 Mannschaften. Diese Aufteilung erklärt, warum die Suche in Staffeln zerfällt. „Regionalliga Bayern wetten“ oder „Regionalliga Nordost wetten“ sucht niemand nach einer Liga, sondern nach einem regionalen Spielplan.
Historisch ist das gewachsen. Die erste Saison der Fußball-Regionalliga war 1963; ihre heutige Form als vierthöchste Spielklasse besteht seit der Saison 2008/09. Zur Saison 2012/13 wechselte die Hauptverantwortlichkeit vom DFB zu fünf Ligaverbänden. Seitdem liegt die Spielklasse organisatorisch in regionaler Hand — mit eigenen Spielterminen, eigenen Staffelzuschnitten und eigener Aufstiegslogik. Deshalb liest sich die Suche nach „Regionalliga West wetten“ wie die Suche nach einer eigenen Liga, obwohl es eine von fünf ist.
Der Aufstieg ist seit 2019 ein Mix aus Direktaufstieg und Playoff. Die Meister von drei Staffeln steigen direkt in die 3. Liga auf; die restlichen zwei Staffelmeister spielen in einem Playoff den vierten Aufsteiger aus. Aus fünf Meistern werden vier Aufsteiger — ein Staffelsieger kann also noch im Nachhinein zum Verlierer einer Saison werden.
Was das über den Spielplan sagt und was nicht
Sportlich sind die Playoff-Partien die wichtigsten Spiele der ganzen vierten Liga. Sie sind auch die, deren Ausgang ein Außenstehender am schwersten einschätzen könnte. Genau deshalb sind sie für einen nüchternen Blick das falsche Ziel: Es gibt für sie bei keinem erlaubten Anbieter einen Markt, und jede „Quote“, die man dazu findet, stammt nicht aus einem genehmigten Sportwettprogramm.
Zehn erlaubte Anbieter im Vergleich
Die folgende Übersicht führt zehn Marken, die im Stand vom 2. Oktober 2026 auf der Whitelist mit einer Sportwetten-Erlaubnis stehen. Die Reihenfolge ist keine Rangfolge und keine Empfehlung. Sie zeigt, welche Gesellschaft hinter der jeweiligen Domain steht und seit wann die Sportwetten-Erlaubnis läuft.
| Anbieter | Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Betano | Sportwetten-Erlaubnis, Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021, Folgeerlaubnis 16.12.2022 |
| Sportwetten.de | Sportwetten-Erlaubnis, NetX Betting Limited | 19.11.2020, Folgeerlaubnis 16.12.2022 |
| Sportingbet | Sportwetten-Erlaubnis, Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022 |
| Betway | Sportwetten-Erlaubnis, Betway Limited | 09.03.2021, Folgeerlaubnis 23.12.2022 |
| 888sport | Sportwetten-Erlaubnis, 888 Germany Limited | 30.06.2021, Folgeerlaubnis 15.12.2022 |
| VBet | Sportwetten-Erlaubnis, SCGO Limited | 05.12.2023 |
| MERKUR BETS | Sportwetten-Erlaubnis, Merkur Bets Malta Limited | 06.11.2023 |
| AdmiralBet | Sportwetten-Erlaubnis, Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnisse 13.12.2022 und 29.07.2024 |
| bet365 | Sportwetten-Erlaubnis, Hillside (Europe) ENC | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022 |
| bpremium | Sportwetten-Erlaubnis, Ladbrokes (Deutschland) Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022 |
Zwei Dinge liest man in diesen Spalten. Erstens: Die Erlaubnis hängt an der Domain, nicht am Konzernsitz. Hinter fast jedem der zehn Namen steht eine maltesische, gibraltarische oder sonst ausländische Gesellschaft — das ist das Modell, kein Widerspruch. Zweitens: Kein Eintrag enthält die Regionalliga. Verglichen wird hier also nicht, wer die vierte Liga anbietet, sondern wer sie nicht anbieten darf.
Bemerkenswert ist auch, wie unterschiedlich die Erlaubnishistorie verläuft. Vier Häuser sind seit Oktober 2020 dabei; zwei kamen erst im Herbst 2023 hinzu. Die Whitelist ist also kein starres Dokument, sondern ein gepflegtes Verzeichnis, in dem auch Folgeerlaubnisse erscheinen. Das ändert an der Liga nichts. Es zeigt nur, dass der Eintrag regelmäßig nachgeführt wird — und dass ein grüner Haken auf einem Vergleichsportal nie die Stelle ersetzt, an der man selbst nachsieht.
Die vorgestellten Anbieter einzeln
Betano: App mit Bet Builder und Live-Streaming aus Profiligen
Betano steht mit einer Sportwetten-Erlaubnis für seine deutsche Domain auf der Whitelist; Inhaber ist die Betkick Sportsbetting Limited, die Erlaubnis läuft seit dem 19. Februar 2021, Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022. Die Entwicklerbeschreibung der App nennt Bet Builder — das Kombinieren mehrerer Märkte eines Spiels —, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL.
Das ist ein Programm für Profiligen, und es liest sich genau so. Wer dort Live-Fußball mit Bild sucht, wird jenseits der großen Wettbewerbe selten fündig; die vierte Liga ist nicht dabei und kann nicht dabei sein. Der Aufwand lohnt sich trotzdem für einen bestimmten Typ: Wer ohnehin überwiegend in den großen Ligen unterwegs ist, bekommt hier ein kompaktes Paket aus Konfigurator, Cash Out und Streaming an einem Ort. Wer dagegen gezielt kleinen Fußball sucht, wird von der Ausstattung nicht getröstet.
Sportwetten.de: der Name als Erwartung, die Erlaubnis als Grenze
Bei Sportwetten.de ist der Name der Marke das Programm. Die NetX Betting Limited ist auf der Whitelist als Inhaberin der Sportwetten-Erlaubnis für die gleichnamige Domain geführt, Erlaubnis seit dem 19. November 2020, Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022. Der Name legt ein Portal nahe, das möglichst viele Ligen führt; die Erlaubnis ist aber eine Sportwetten-Erlaubnis nach demselben Sportwettprogramm wie bei jedem anderen Eintrag dieser Liste.
An dieser Stelle trennt sich Positionierung von Umfang. Ein Name ist keine Erlaubnis, und ein umfassend klingender Name schon gar kein umfassenderes Programm. Wer hier einsteigt, schaut als erstes in die Ligenliste, nicht auf das Logo. Der Name ist das Beste, was dieser Platz zu bieten hat, und zugleich das, was am wenigsten über das Angebot verrät.
Sportingbet: Konfigurator und ein Sportartenkatalog ohne Ligaangabe
Sportingbet hält eine Sportwetten-Erlaubnis für seine deutsche Domain; Inhaber ist die Sportingbet (Deutschland) Limited, Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022. Das Wettangebot umfasst einen „Konfigurator+“ sowie Live-Wetten; zu den Sportarten zählen unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker.
Die Sportartenliste nennt Fußball ohne Ligaangabe — und das ist die einzige ehrliche Angabe, die sie machen kann. Eine Sportart ist keine Liga, und ein Konfigurator, der Auswahlen aus mehreren Partien kombiniert, lebt von der Zahl der Ereignisse. Für den deutschen Viertligafußball füllt sich dieser Baukasten nicht. Die Breite geht hier über Sportarten, nicht über Spielklassen — ein Unterschied, der in der Praxis mehr ausmacht als in der Werbung.
Betway: Cash Out mit Teilauszahlung, Konfigurator für Fußball
Betways Whitelist-Eintrag nennt die Betway Limited als Inhaberin der Sportwetten-Erlaubnis für die deutsche Domain, Erlaubnis seit dem 9. März 2021, Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022. Beim Cash-Out erscheint nach der App-Beschreibung ein grünes Symbol unter „Meine Wetten“; der Wert der Wette wird angezeigt, auszahlbar ist der gesamte Betrag oder ein Teil davon. Dazu kommt ein Wettkonfigurator für Fußballspiele; der Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien.
Die Teilauszahlung ist der praktischste Teil dieser Ausstattung, und sie ist genau der Punkt, an dem sich Erwartungen sortieren. Cash Out hilft, wenn eine laufende Wette noch etwas Wert hat. Es hilft nicht, wenn es für ein Spiel überhaupt keinen Markt gibt. Für den Regionalliga-Sucher ist die Funktion deshalb die falsche Adresse — und der Konfigurator, der aus vielen Spielen schöpft, ebenfalls.
888sport: Konzernhistorie, die den Spieler wenig angeht
888sport gehört zur 888-Gruppe; Holdinggesellschaft ist die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, deren Aktie seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert ist. Auf der Whitelist steht die 888 Germany Limited als Inhaberin der Sportwetten-Erlaubnis für die deutsche Domain, Erlaubnis seit dem 30. Juni 2021, Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022.
Börsennotierung und Konzernhistorie sind für den Wettschein unerheblich. Der Satz klingt hart, ist aber die nüchterne Konsequenz daraus, wie die Erlaubnis konstruiert ist: Sie gilt für eine Domain, nicht für ein Börsenticket. Relevant bleibt an diesem Eintrag deshalb vor allem das Erlaubnisdatum, das in der jüngeren Hälfte dieser Liste liegt. Was er bedeutet, ist der Anschluss an die Schutzmechanismen, nicht ein Ligaangebot.
VBet: vergleichsweise jung, aber im gleichen Programmrahmen
VBet kommt über die SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s auf Malta auf die Whitelist; die Sportwetten-Erlaubnis für seine deutsche Domain läuft seit dem 5. Dezember 2023. Damit hat dieses Haus den jüngsten Erlaubnisbeginn auf der Liste.
Ein später Markteintritt ist der auffälligste Unterschied in dieser Spalte. Er verrät nichts über die Ligen, denn auch ein neuer Anbieter arbeitet nach demselben Sportwettprogramm. Und er verrät auch nichts über die Spielerschutzpflichten, die ab der ersten Einzahlung greifen. Wer Preise in den großen Wettbewerben vergleicht, findet hier einen Kandidaten; wer die vierte Liga sucht, findet eine weitere geschlossene Tür.
MERKUR BETS: Sportwette und Slots in einer App
MERKUR BETS wird von der Merkur Bets Malta Limited betrieben; die Sportwetten-Erlaubnis für die deutsche Sportdomain steht seit dem 6. November 2023 auf der Whitelist. Die MERKUR-BETS-App für Android und iOS ist kostenlos; sie nennt „über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten“ und enthält in derselben App auch MERKUR SLOTS.
Das ist der aufschlussreichste Eintrag der Liste. Nicht weil hier mehr geboten würde, sondern weil hier zwei Erlaubnisse zusammenkommen: die Sportwetten-Erlaubnis für die Sportdomain und eine separate Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele auf der Casino-Domain. Formal sind das zwei Geschäfte mit zwei Regelwerken. Die Zahl von 250.000 Wettmöglichkeiten klingt nach einer Antwort auf die Frage nach kleinen Ligen — sie klingt nur. Ein Programm ohne vierte Liga bleibt ein Programm ohne vierte Liga, ob der Zähler nun sechs- oder siebenstellig ist. Wer in einer App beides vorfindet, sollte die Trennung dennoch ernst nehmen: Die Grenzen der Sportwetten-Erlaubnis gelten für die Sportwette, nicht für das Automatenspiel, und umgekehrt.
AdmiralBet: gepflegte Erlaubnis, getrennte Casino-Erlaubnis
AdmiralBet wird auf der Whitelist von der Greentube Betting Malta Limited geführt; die Sportwetten-Erlaubnis für die deutsche Domain läuft seit dem 9. Oktober 2020, mit Folgeerlaubnissen vom 13. Dezember 2022 und vom 29. Juli 2024. Für virtuelle Automatenspiele auf der Casino-Domain besteht eine eigene Erlaubnis seit dem 28. September 2022.
Interessant ist hier weniger das Datum als die Kette. Zwei Folgeerlaubnisse in zwei Jahren bei einem Haus, das seit 2020 dabei ist — daran sieht man, wie eng die Aufsicht den Erlaubnisbestand nachführt. Für den Wettschein ändert das nichts: Das Sportwetten-Erlaubnisprogramm bleibt dasselbe, und die vierte Liga bleibt ausgeschlossen. Was man diesem Eintrag entnehmen kann, ist eine Erwartung an die eigene Prüfung: Wer den Status eines Anbieters klären will, muss die richtige Domain und die richtige Erlaubnisart treffen. Ein Casino-Hinweis sagt nichts über die Sportwette.
bet365: der bekannteste Name und ein Werbesatz mit Fußnote
Die Whitelist führt als Anbieter von bet365 die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex auf Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis für die deutsche Domain läuft seit dem 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022.
Der prominenteste Name der Liste trägt den prominentesten Werbesatz: „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“. Die Aussage stützt sich auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen (Fußball, Tennis, Handball) vom 01.04.2025 bis 30.08.2025, nach der der Anbieter bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Das ist eine Platzierungsaussage, keine Aussage über den Auszahlungsschlüssel eines Marktes. Und die Sportwettensteuer bleibt ohnehin beim Veranstalter — 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich Steuer“, rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Ob er sie weitergibt, sagt seine Werbung nicht; seine Bedingungen sagen es.
Bei aller Marktbedeutung bleibt die Antwort auf die Ausgangsfrage dieselbe. Kein Regionalliga-Angebot — und das ist bei einem Haus mit dieser Reichweite mehr eine Aussage über die Regel als über den Anbieter.
bpremium: Marke mit Ladbrokes-Gesellschaft und klarer Registerangabe
bpremium wird über die Ladbrokes (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira auf Malta geführt, unter der Registernummer C92799. Auf der Whitelist steht die Sportwetten-Erlaubnis für die deutsche Domain seit dem 9. Oktober 2020; die Nutzungsbedingungen in der Fassung vom 3. April 2023 nennen dieselbe Gesellschaft.
Das ist der sachlichste Eintrag der Liste. Betreibergesellschaft in den Bedingungen, Domain in der Whitelist, Erlaubnisdatum daneben — mehr braucht diese Prüfung nicht. Und mehr lässt sich zum Regionalliga-Angebot nicht sagen, weil es keines gibt. Wer wissen will, wo er steht, findet hier am schnellsten die Papiere.
Was von alldem am Ende beim Wettschein ankommt
Ein Wettschein ist eine Abmachung über ein Ereignis. Ein erlaubter Anbieter darf nur Ereignisse aufnehmen, die sein Sportwettprogramm kennt. Ein nicht erlaubter darf aufnehmen, was er will — und ab da ist die Frage nicht mehr, wie günstig eine Quote ist, sondern ob am Ende eine Partie dahintersteht.
Die zehn Anbieter dieser Übersicht haben mehr gemeinsam als eine Erlaubnis. Sie haben nicht dieselbe Liga. Sie unterscheiden sich in Erlaubnisdatum, App-Funktionen, Streaming-Rechten, Zahlungswegen und Bonusbedingungen — jedoch nicht in der behandelten Frage. Der gemeinsame Nenner ist die fehlende vierte Liga; er ist kein Qualitätsmerkmal.
Wer Regionalliga-Fußball verfolgt, steht deshalb vor einer Wahl ohne Zwischenweg: Profifußball bei einem der zehn Häuser auf dieser Liste, ohne die vierte Liga — oder die vierte Liga irgendwo anders, ohne die Schutzmechanismen, die an der Erlaubnis hängen. Ein Anbieter, der beides zu haben behauptet, verkauft Ihnen nicht die Erlaubnis, sondern ihre Abwesenheit.
Verantwortungsvoll wetten
Wetten sind keine Einnahmequelle, und die deutsche Regulierung ist nicht nur auf Anbieter zugeschnitten, sondern auf Personen. Die Einzahlgrenze von 1.000 € pro Kalendermonat liegt bei jedem erlaubten Anbieter an. Wer darüber hinaus will, braucht den Nachweis wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit; eine Selbstauskunft genügt nicht. Das ist nicht als Misstrauen gebaut, sondern als mechanische Bremse.
Ein zweites Konto bei einem anderen Anbieter hilft nicht: Die Limitdatei ist anbieterübergreifend, und paralleles Spielen ist untersagt. Der Panikbutton bleibt die schnellste Sperre — 24 Stunden, sofort, ohne Rückfrage.
Die eigentliche Risikostelle ist das Angebot ohne Erlaubnis. Wer dort einzahlt, kann sich nicht darauf verlassen, dass eine deutsche Sperre greift. Und wer sich bei einem erlaubten Anbieter sperren lässt und anschließend zu einer ausländischen Seite wechselt, hat seine Selbstsperre nicht aufgehoben, sondern umgangen. Eine Selbstsperre ist keine Vertragsklausel, sondern eine Entscheidung über die eigene Person.
Für die vielen Leser, die wegen genau einer Frage hier gelandet sind, lautet die Antwort klar: In Deutschland darf kein Anbieter mit Erlaubnis Wetten auf die Fußball-Regionalliga anbieten. Wer ein solches Angebot findet, hat einen Hinweis auf den Erlaubnisstatus gefunden — nicht die Ausnahme von der Regel.
Häufige Fragen
Kann man in Deutschland auf die Regionalliga wetten?
Nein. Die Rechtslage schließt Wetten auf Veranstaltungen aus, an denen überwiegend Amateure teilnehmen, und Fußball unterhalb der 3. Liga gilt der Aufsicht als Amateurbereich. Bei einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis findet sich deshalb kein Regionalliga-Angebot. Ein solches Angebot ist ein Signal, kein Sonderfall.
Warum zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateursport, und was folgt daraus für Wetten?
Die Aufsicht zieht die Grenze bei der dritten Spielklasse. Was darunter liegt, gilt als Amateurbereich — unabhängig davon, ob einzelne Beteiligte Geld verdienen. Für das Wettangebot folgt daraus, dass kein erlaubter Anbieter Regionalliga-Partien in sein Sportwettprogramm aufnehmen darf. Die Liga ist nicht bloß unbeliebt, sie ist ausgeschlossen.
Was bedeutet es, wenn ein Anbieter Regionalliga-Spiele listet, aber keine deutsche Erlaubnis hat?
Dann veranstaltet er Sportwetten, für die er in Deutschland keine Erlaubnis besitzt — unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Eine maltesische, curaçaoische oder anjouanische Genehmigung ändert daran nichts. Der Spieler verliert dabei den Zugang zu OASIS und LUGAS, den deutschen Rechtsweg und die Absicherung des Guthabens.
Woran erkennt man, ob ein Wettanbieter auf der GGL-Whitelist steht?
Die Behörde veröffentlicht nach § 9 Abs. 8 GlüStV die Übersicht der erlaubten Anbieter. Entscheidend sind Betreibergesellschaft, Domain und Erteilungsdatum der Erlaubnis. Eine .de-Domain allein beweist nichts, ein Markenlogo auf einem Vergleichsportal ebenso wenig. Für Sportwetten zählt die Sportwetten-Erlaubnis, nicht eine Casino- oder Poker-Erlaubnis desselben Hauses.
Welche Folgen hat ein Angebot außerhalb von OASIS und LUGAS für Einzahlungslimit und Spielersperre?
Bei einem erlaubten Anbieter begrenzt die LUGAS-Limitdatei die Einzahlung auf 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg; die Sperrdatei OASIS gilt bei Registrierung und Login. Ohne Anbindung an beide Systeme fällt diese Grenze weg, und eine Selbstsperre wirkt nicht über den einen Anbieter hinaus. Der verlorene Schutz ist der Preis des breiteren Sortiments.
Wie funktionieren Quoten und Auszahlung bei höheren Ligen, und welche Rolle spielt die Sportwettensteuer?
Der Auszahlungsschlüssel eines Marktes ist die Summe der Kehrwerte aller seiner Quoten; die Marge ist 100 % minus diesem Wert. Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich Steuer“ — rund 5,03 % des eingezahlten Betrags — und trifft den Veranstalter, nicht den Spieler. Ob er sie weitergibt, steht in seinen Bedingungen.
Fußball – Frauen-Bundesliga
Inhalt erstellt vom Team «Frauen-Bundesliga»
